HSV Warberg/Lelm: Dominant ­– dank kühler Köpfe

Handball-Landesliga – der Rückblick: Einen Start-Ziel-Sieg legte Meister HSV Warberg/Lelm in dieser Saison hin.

Mit dieser Dominanz war nicht zu rechnen, der sportliche Durchmarsch des HSV Warberg/Lelm durch die Handball-Landesliga zeichnete sich in dieser Saison indes früh ab. Bis zum 9. Spieltag Mitte November blieb der HSV verlustpunktfrei, und auch nach der ersten Niederlage bei Eintracht Braunschweig (26:32) brach die Mannschaft nicht ein.

Im Gegenteil: Sie ließ bis Anfang März acht Siege in Serie folgen und hatte die Konkurrenz vorentscheidend distanziert. Am Ende gingen die Warberger als Meister und Verbandsliga-Aufsteiger mit 44:8 Punkten durchs Ziel – mit der identischen Punktzahl hatten in den beiden Spielzeiten zuvor die HSG Oha und der MTV Groß Lafferde die Landesliga dominiert. Beide haben sich in der 5. Liga inzwischen etabliert – ein Ziel, das auch die Warberger für die im September beginnende neue Saison verfolgen.

Ein großes Plus der Warberger in dieser Saison neben dem Tempo und der spielerischen Reife: Sie behielten in drei, vier zumeist engen Schlüsselspielen kühle Köpfe. Sowohl im Derby bei der HG Elm (22:21) als auch in den Duellen bei ihren Verfolgern SG Zweidorf/Bortfeld (29:28) und SG Spanbeck/Billingshausen (22:21) wackelte das Team des Trainerduos Niklas Wosnitza/Heinz Eickelen, fiel aber nicht.

Lediglich Anfang März strauchelten die Warberger etwas und verloren binnen drei Tagen zweimal. Zunächst im Nachholspiel beim MTV Moringen (25:29), schließlich im Helmstedter Kreisduell beim VfL Lehre (21:22). Es waren die Saisonniederlagen 3 und 4, Nachwirkungen hinterließen auch diese Punktverluste nicht. Die Warberger berappelten sich schnell und zeigten der Konkurrenz bis zur Osterpause mit vier deutlichen Erfolgen gegen Langelsheim/Astfeld (37:25), beim MTV Braunschweig III (38:24), gegen Eintracht Braunschweig (34:19) und bei HSG Rhumetal II (34:23), dass es keinen Leistungseinbruch geben wird. Pünktlich zum Osterfest und vier Spieltage vor Schluss stand der Aufstieg fest.

Die Dominanz des HSV lässt sich an vielen Zahlen festmachen. Die Mannschaft warf die meisten Tore (823), das sind 31,65 pro Spiel, sie kassierte auch die wenigsten Gegentreffer (593), was einem Schnitt von 22,8 entspricht. Die Warberger verwandelten starke 83,6 Prozent ihrer 116 Strafwürfe und lagen in dieser Wertung deutlich vor dem zweitbesten Team, Vizemeister HSG Nord Edemissen (78,26 Prozent). Spitzenwerte lieferten die Warberger auch in in ihren Heimspielen ab. Sie gewannen in ihrer Aufstiegssaison alle 13, zwölf davon mit mehr als zehn Toren Differenz. Lediglich gegen Vorjahresmeister Zweidorf reichte es „nur“ zu einem Acht-Tore-Sieg.

Offensiv der erfolgreichste Warberger war Sebastian Feig: Er belegte Rang 9 in der Torschützenliste und kam in 25 Saisonspielen auf 131 Tore. Topmann der Liga war Marc Bode vom Northeimer HC II (212/25). Ein Ziel erreichten die Warberger mühelos: „Wir wollten auf jeden Fall gegen jede Mannschaft den direkten Vergleich gewinnen“, sagte der scheidende Trainer Heinz Eickelen.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 22.05.2019

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