Böhm ist Realist: Partie bei der SG Börde ist ein Bonusspiel

Der HSV Warberg/Lelm geht ohne Erfolgsdruck ins Spiel bei einem der Topteams.

So schnell geht das: Der dritte Sieg im zehnten Saisonspiel bescherte dem HSV Warberg/Lelm Erfreuliches. Der Aufsteiger, zuvor auswärts nur Punktelieferant, siegte in Altencelle mit 32:26, schob sich nach teils frustrierenden Wochen vor auf Nichtabstiegsplatz 10. An diesem Samstag (19.30 Uhr) geht es für den HSV erneut auswärts um Punkte. Das Team um das Trainergespann Niklas Wosnitza/Heiko Böhm reist nach Schellerten zur SG Börde Handball.

Für die Warberger ist die Partie beim Oberliga-Absteiger ein „Bonusspiel“. Niemand erwartet von der Mannschaft bei der heimstarken SG einen Überraschungscoup. Zu imposant ist das, was der Tabellendritte im Saisonverlauf vor heimischer Kulisse abgeliefert hat. 5 Spiele, 5 Siege stehen in der Börde-Zwischenbilanz. Im Schnitt gewann die SG ihre Heimspiele mit zehn Toren Differenz, „enger“ wurde es nur gegen die HSG Rhumetal (31:24) und die HSG Oha (31:24). „Wir sind realistisch“, sagt HSV-Trainer Heiko Böhm. „Bei 50 Versuchen würden wir vielleicht ein oder zwei Spiele bei denen gewinnen.“

Ihre größere Konzentration lenken die Warberger ohnehin auf ihr letztes Spiel in diesem Jahr. Am 14. Dezember ist das noch punktlose Schlusslicht HSG Plesse-Hardenberg zu Gast beim HSV. „Nach diesem Spiel wollen wir acht Pluspunkte auf dem Konto haben“, sagt Böhm.

Doch auch in Schellerten werden die Warberger versuchen, zum Spielverderber zu werden. „Stabil in der Abwehr, gut im Umschaltspiel, geduldig im Positionsspiel.“ So umschreibt Böhm die Taktik für Samstag. „So hatten wir in den letzten beiden Spielen Erfolg.“ Das Rezept sei aber auf die gesamte Saison anwendbar: „Nur wenn wir diese drei Dinge beherzigen, halten wir die Klasse“, sagt Böhm, der in Schellerten auf Tim Gronde (gesperrt), Erik Gronde (verletzt) und Marvin Gode (beruflicher Lehrgang) verzichten muss.

Grundsätzlich sei die SG Börde aber Favorit, so der HSV-Coach. „Die haben nach dem Abstieg keine Leute verloren und verfügen über einen gestandenen Oberliga-Kader. Wir haben nur dann eine Chance, wenn wir das Optimum herausholen und die SG uns unterschätzt.“

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 04.12.2019

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