„Zu mutlos“ für den Zweiten

Warberg/Lelm verliert gegen die SG Börde mit 25:39.

Die Überraschung blieb aus. Handball-Verbandsligist HSV Warberg/Lelm musste sich beim Tabellenzweiten SG Börde Handball mit 25:39 (8:20) geschlagen geben. Ihr eines Ziel, beim Aufstiegsanwärter mehr als 20 Tore zu werfen, erreichten die Warberger zwar. Ihr zweites Vorhaben, weniger als 30 Tore zu kassieren, verpassten sie indes deutlich.

Die Partie entwickelte sich früh in eine Richtung. Die SG Börde, die die Verbandsliga-Saison nach dem Oberliga-Abstieg mit quasi unverändertem Kader angeht, machte den reiferen, abgeklärteren Eindruck. Die Hausherren provozierten viele Warberger Ballverluste und kamen zu einfachen Kontertoren. „Wir haben die Bälle dort verloren, wo man die Situation nicht mehr verteidigt bekommt“, sagte HSV-Trainer Heiko Böhm, der zudem das mangelhafte Zweikampfverhalten seiner Jungs in der ersten Halbzeit bemängelte. „Wir waren zu mutlos – sowohl in der Abwehr als auch im Angriff.“ Die Zwischenergebnisse verdeutlichten die Dominanz: 7:3 hieß es nach neun Minuten für Börde, 14:5 in Minute 22, gar zwölf Treffer groß war die Lücke, die zur Pause zwischen beiden Teams klaffte.

Für die Warberger war da längst klar: Es geht nur noch um Schadensbegrenzung. Die Gastgeber diktierten das Tempo aber auch zu Beginn der zweiten Halbzeit und schafften es oft spielend leicht, sich in torgefährliche Zonen zu kombinieren. Sie drückten weiter aufs Tempo, waren handlungsschneller und kamen Mitte der zweiten Hälfte beim 34:16 zu ihrer höchsten Führung. Immerhin: Das, was die Warberger nach dem Seitentausch anboten, sah zumindest in der Offensive nach Handball aus. Die HSV-Trainer Niklas Wosnitza und Böhm hatten personelle und taktische Korrekturen vorgenommen, die sich tatsächlich positiv aufs Angriffsspiel auswirkten. „Plötzlich haben auch wir mal einfache Tore gemacht“, sagte Böhm, den die 17 Treffer seiner Mannschaft in Halbzeit 2 zufriedenstellten. „Ich hätte mir diesen Auftritt allerdings von Anfang an gewünscht.“

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 08.12.2019

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