Volle Hütte, spannendes Finale – 26:26

Der HSV Warberg/Lelm und die HG Elm teilen sich im Kreisderby die Punkte.

Es war angerichtet: Eine nahezu bis auf den letzten Platz besetzte Nord-Elm-Halle in Süpplingen, Fan-Gruppen auf zwei Seiten, die richtig Bock hatten, Stimmung zu machen. Außerdem zwei Mannschaften auf dem Parkett, die wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt benötigen. Das Derby in der Handball-Landesliga zwischen Gastgeber HSV Warberg/Lelm und der HG Elm war für die Zuschauer unter dem Strich jeden Cent des Eintrittsgeldes wert.

Dass unter dem Strich ein 26:26 (15:13) heraussprang, passte zu diesem Prestigeduell der geografischen Nachbarn. Mehr Nutzen ziehen indes die Warberger aus der Punkteteilung, die nun 20 Zähler auf dem Konto haben und 5 Spieltage vor dem Saisonende auf einem guten Weg zum Ligaerhalt sind. Ganz anders die HG Elm: Trainer, Spieler und Fans der Gäste freuten sich nach Abpfiff zwar über den einen Zähler, weil ihn Marian-Valerien Tirna erst neun Sekunden vor dem Schlusssignal mit seinem siebten Treffer der Partie sicherstellte. Da allerdings alle Teams im Tabellenkeller am 22. Spieltag punkteten, verbesserte sich die Situation für die HG nicht. Die steht kommenden Sonntag im Abstiegskracher bei der HG Rosdorf-Grone II vor dem nächsten „Finale“.

HSV-Trainer Daniel Heimann packte anschließend die emotionale Achterbahnfahrt dieses ausgeglichenen Derbys in Worte. „Ich fühle mich nicht gut, ich fühle mich aber auch nicht schlecht.“ Fakt ist: Der eine Zähler hilft seinen Warbergern mehr als den Gästen.

Grundsätzlich bescheinigte Heimann seiner Mannschaft „eine reife Leistung“. Denn: „Man muss einfach mal berücksichtigen, wie jung unsere Truppe ist.“ Und die lag zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einem HG-Blitzstart und 5:1-Toren der Gäste mit 16:18 (37.) hinten. HSV-Keeper Max Gutzeit, zur zweiten Hälfte für Tim Loose eingewechselt, erwischte keinen guten Start. Die ersten 8 HG-Würfe saßen, die Gäste führten mit 21:18 (43.). Loose kehrte zwischen die Pfosten zurück und nur 6 Minuten später führte Warberg/Lelm wieder mit 23:22.

In der Schlussphase spitzte sich die Spannung zu. Die HG Elm beschränkte sich auf den Handball „Marke einfach“, oder besser „Spielzug Tirna“. Der Rumäne im Gästerückraum wurde per kurzem Rückspiel in Szene gesetzt, stieg hoch, zog ab und traf. Erst zum 25:25, 57 Sekunden vor dem Ende, ehe Lasse Kramer 31 Sekunden später die erneute HSV-Führung gelang. Das letzte Wort hatte schließlich Tirna. Nils Kühne bediente ihn, der Rumäne stieg wieder hoch und traf zum 26:26. Ein Resultat, das schließlich dem Verlauf der Partie und dem Auftritt beider Mannschaften gerecht wurde. Heimann: „Wir haben aus beiden Derbys 3:1 Punkte geholt. Das ist gut.“ Der HG sprach er Mut zu. „In ihrer derzeitigen Besetzung ist die Mannschaft auf keinen Fall ein Abstiegskandidat.“

HSV Warberg/Lelm: Gutzeit, Loose – Hotopp 1, Jonas Gronde 7, Block, Drebenstedt 3, Kramer 5, Grassel, Müller 1, Kreickenbom, Prochnow 1, Schöttke 1, Schmidt 6, Tim Gronde 1.

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