Spielleitung sorgt für Verdruss beim HSV Warberg/Lelm

Das Nachbarschaftsduell gegen Fallersleben endete mit einer enttäuschenden 18:28-Niederlage für den HSV Warberg/Lelm.

Es war angerichtet: Die Nord-Elm-Sporthalle in Süpplingen war voll besetzt, die Verbandsliga-Handballer des HSV Warberg/Lelm waren hochmotiviert und freuten sich auf das Nachbarschaftsduell gegen den VfB Fallersleben. Und dann das: Eine 18:28 (11:13)-Niederlage und zwei Unparteiische, deren Umgang mit den Gastgebern für viel Kopfschütteln sorgte und die Derby-Freude im Keim erstickte.

„Wenn sich sogar die Fallersleber für die Schiedsrichterleistung entschuldigen, dann sagt das viel aus“, meinte Warbergs Trainer Heiko Böhm. Sein Trainerkollege Niklas Wosnitza war bereits in Hälfte 1 mit den Regelhütern angeeckt. „Nach 17 Minuten haben sie bemerkt, dass Niklas ein schwarzes Shirt trägt“, so Böhm. Da der VfB in Schwarz angetreten war, musste sich Wosnitza ein Leibchen überstreifen. Auch, dass Wosnitza in der an der Tribünen- und Wechselbankseite beengten Halle beim Coachen mit einem Fuß die Seitenlinie berührte, monierten die Unparteiischen.

Darüber hinaus missfiel ihnen, dass der HSV nur einen Helfer mit Wischmob bereitgestellt hatte, der in Unterbrechungen Schweiß vom Parkett wischt. Böhm: „Das haben sie in einem Sonderbericht festgehalten.“ Darin wurden zudem Lasse Kramer und Moritz Drebenstedt eingetragen, die nach Feldverweis noch zu nah am Spielfeldrand standen. Dinge, die sich mit kurzem Hinweis an die HSV-Bank anders hätten klären lassen können, so Böhm. „Wir wurden das Gefühl nicht los, dass die Schiris es auf einige von uns persönlich abgesehen hatten. Das war Willkür.“ Ähnliche Eindrücke hätten auch VfB-Beteiligte geäußert.

Sportlich war für den HSV in der ersten Hälfte alles im Lot. Die Mannschaft zeigte lange vermisste Zweikampfhärte, präsentierte sich ebenbürtig. Sechs Hinausstellungen in der Viertelstunde nach dem Seitentausch änderten das Bild. „Die Fallersleber waren gnadenlos, sie nutzten unsere Schwächung eiskalt aus“, berichtete Böhm.

Beim 12:20 (39.) war das Spiel entschieden. Unabhängig von den äußeren Einflüssen seien erneut alte Schwächen im HSV-Spiel aufgetreten, monierte Heiko Böhm: „Wir sind im Angriff nicht effektiv genug, finden oft keine guten Lösungen. An diesen Baustellen müssen wir arbeiten.“

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 04.11.2019

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