Kuriosum kostet HSV den Sieg

Warberg/Lelm spielt 29:29 in Emmerthal.

Einen hart erkämpften Teilerfolg verzeichnete der HSV Warberg/Lelm am Sonntagabend in der Handball-Verbandsliga. Die Mannschaft des Trainergespanns Niklas Wosnitza/Heiko Böhm kam bei der TSG Emmerthal zu einem 29:29 (15:14). Die Warberger bauten ihre Erfolgsbilanz seit Ende November auf 7:3 Punkte aus. Der Auswärtspunkt gewinnt vor allem deshalb an Wert, weil die beiden letztplatzierten Teams der Tabelle, HSG Nienburg II und HG Rosdorf-Grone, überraschende Siege feierten und den Abstiegskampf dadurch noch spannender machen.

So recht wussten die Warberger nach dem Abpfiff indes nicht, ob sie sich über einen gewonnenen Punkt freuen oder über einen verlorenen Zähler ärgern sollten. 60 Minuten lang waren sie durch ein emotionales Wellental gegangen. Sie lagen zunächst zurück (4:7, 10. Minute), später führten sie ihrerseits nach starker Aufholjagd beim 20:16 (38.) mit vier Toren. 15 Sekunden vor dem Ende fingen die Warberger beim Stand von 28:28 den letzten Angriff der Hausherren ab, liefen einen Tempogegenstoß und führten acht Sekunden vor Schluss mit 29:28. Es ist schon ein echtes Kuriosum, dass Emmerthal doch noch zum Ausgleich kam. Was war passiert? Emmerthals Torhüter hatte den Ball wütend aus dem Netz Richtung Mittelkreis geschleudert. „Wir hätten den Ball einfach nur in die Dusche oder in den Kabinengang rollen lassen können“, sagte HSV-Trainer Heiko Böhm. „Dann wäre nichts mehr passiert.“ Ein Warberger Spieler nahm den Ball jedoch auf und legte ihn nach Auffassung der Unparteiischen nicht regelkonform am Mittelkreis ab. Die Folge: ein Siebenmeter für Emmerthal. Und den nutzte die TSG zum 29:29-Endstand.

Niklas Wosnitza sah wie Böhm aber eine positive Entwicklung innerhalb der Mannschaft. „Wir zeigen inzwischen ein gutes Umschaltverhalten. Und die Mannschaft ist fit“, so Wosnitza.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 12.01.2020

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