Ein Spitzenspiel ohne Aussage

Spitzenreiter HSV Warberg/Lelm trifft auf die auf Rang 2 stehende SG Spanbeck/Billingshausen.

Sie haben im Schnitt die meisten Tore geworfen (32 pro Spiel), die meisten Punkte gesammelt (acht von acht möglichen) und im Schnitt erst 22 Gegentore kassiert. Letzteren Topwert teilt sich Handball-Landesligist HSV Warberg/Lelm indes mit der HSG Nord Edemissen und mit der SG Spanbeck/Billingshausen. Und genau jene Spanbecker geben am Samstag (18.30 Uhr) ihre Visitenkarte beim HSV ab.

Die Partie in der Süpplinger Nord-Elm-Sporthalle darf getrost als Gipfeltreffen bezeichnet werden, denn beide Mannschaften führen die Landesliga-Tabelle an. Die Warberger rangieren wegen des um 15 Treffer besseren Torverhältnisses vor ihrem Samstag-Gast. Wie nicht anders zu erwarten, tritt HSV-Trainer Heinz Eickelen mit Wucht auf die Euphoriebremse. „Ein Spitzenspiel zu einem so frühen Zeitpunkt in der Saison – das hat nichts zu sagen.“ Wie Spanbecks Startbilanz einzuordnen ist, vermag Eickelen nicht zu sagen. Deutlich wird: Die ganz großen „Kaliber“ standen dem Team aus dem Kreis Northeim noch nicht gegenüber.

Gegen die Kellerkinder der letzten Saison HG Elm und Eintracht Braunschweig tat sich die SG in eigener Halle schwer und siegte jeweils knapp. Eindeutiger waren die Resultate gegen die Zweitvertretungen der HSG Rhumetal und des Northeimer HC.

Ganz anders die Warberger: In ihren beiden Auftakt-Heimspielen überrannten sie die als Meisterschaftskandidaten gehandelten Teams der SG Zweidorf/Bortfeld und des MTV Moringen ebenso deutlich wie auswärts den Aufsteiger MTV Vorsfelde II und vor Wochenfrist die unberechenbare HSG Schoningen/Uslar/Wiensen. Eins gibt Eickelen indes zu: In Warberg sind alle auf den Geschmack gekommen, denn der bisherige Erfolg macht hungrig auf mehr. „Oben dranzubleiben muss unser Ansporn sein“, sagt der HSV-Trainer.

Die Voraussetzungen scheinen gegeben. Im HSV-Team gibt es derzeit keine personellen Engpässe. Im Gegenteil: „Unser Kader ist breit aufgestellt. Hat einer einen schlechten Tag, springt ein anderer in die Bresche“, so Eickelen. Ihre Punktejagd setzen die Warberger nach der zweiwöchigen Herbstferien-Unterbrechung zudem in eigener Halle fort. Am Freitag, 19. Oktober, haben sie den Lokalrivalen Lehre zu Gast.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 04.10.2018

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