Dem HSV fehlt in Edemissen die Breite

Für den HSV Warberg/Lelm sind zehn Minuten Leidenschaft zu wenig.

Es gibt Handballspiele, die lange Zeit im Gedächtnis haften bleiben. Das Landesliga-Spiel des HSV Warberg/Lelm bei der HSG Nord Edemissen gehört nicht dazu. Warberg verlor im Peiner Norden mit 26:30 (12:14) – laut HSV-Trainer Daniel Heimann deshalb, „weil uns die Breite gefehlt hat“.

Was Heimann meinte: Marvin Schöttke (Knieverletzung) und Lasse Kramer (Urlaub) fehlten, die A-Junioren, sonst gerngesehene Aushilfen, spielten mit ihrem Team fast zeitgleich in Bremen. Die personellen Lücken machten sich zunächst nicht bemerkbar, denn die Warberger führten nach Tim Grassels Tor (24.) mit 12:9. Drei Minuten nach der Pause war dieser Vorsprung aber Makulatur: Mit einem 7:0-Tore-Lauf drehte Edemissen das Spiel zur eigenen 16:12-Führung. Davon zehrten die Hausherren bis zum Schluss.

„Wir haben zehn Minuten Leidenschaft gezeigt“, sagte Heimann, „aber das war einfach zu wenig.“ Der HSV-Trainer sprach von einer ärgerlichen Niederlage. „Mit einer breiter besetzten Mannschaft hätten wir punkten können, davon bin ich überzeugt“, so Heimann.

Mit nun 17:19 Punkten kann in Sachen Liga-Erhalt längst noch kein Vollzug gemeldet werden. „Wir müssen zusehen, dass wir unser nächstes Heimspiel gegen Schoningen gewinnen, damit wir punktemäßig wieder bei Null stehen“, sagte Heimann, nach dessen Einschätzung 22 Punkte für den Klassenerhalt notwendig sind.

HSV: Gutzeit, Loose – Flöte, Jonas Gronde 10, Hotopp, Grassel 1, Müller 1, Kreickenbom, Prochnow 8, Schmidt 4, Drebenstedt 1, Block 1.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 05.03.2018

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