Unzufrieden trotz klaren Auswärtssiegs

Der Spitzenreiter gab sich keine Blöße. Doch zufrieden war man im Lager des HSV Warberg/Lelm nur bedingt.

Wenn nach einem Auswärtssieg mit sechs Toren Differenz Unzufriedenheit herrscht, ist das ein deutliches Anzeichen dafür, dass Ansprüche gestiegen sind. Dass Spitzenreiter HSV Warberg/Lelm sich in der Handball-Landesliga beim Vorletzten, HSG Langelsheim/Astfeld, mit 35:29 (21:13) durchsetzte, entspricht zumindest aus sportlicher Sicht der Normalität.

Zu deutlich sind die Qualitätsunterschiede zwischen beiden Teams. Und dennoch haderten die Warberger nach der Partie mit sich. „45 Minuten lang war unser Auftreten okay, in der letzten Viertelstunde waren wir aber zu nachlässig“, sagte HSV-Trainer Heinz Eickelen. „Gegen stärkere Gegner kann das schiefgehen.“

Nach dem Schlusspfiff kam es laut Eickelen zu „bizarren Szenen“. Während die Warberger enttäuscht vom Parkett schlichen, feierte das Langelsheimer Publikum die eigene Mannschaft frenetisch. Zurecht, denn die spielerisch unterlegenen Hausherren hatten sich von einem 20:30-Rückstand (45.) auf 29:33 (54.) herangekämpft. „Typisch für Langelsheim“, befand Eickelen, „die Mannschaft gibt nie auf“.

In dieser Phase habe er sein eigenes Team kaum wiedererkannt, gestand Eickelen. Die Warberger leisteten sich im Angriff zahlreiche Fahrkarten, ihre Würfe hatten eine ordentliche Streuung vorbei am Torgebälk. Auch das gewohnt sichere Tempospiel nach Ballbesitz aus der eigenen Abwehr funktionierte nicht mehr. Mehrfach landeten die Bälle sofort zurück in den Händen der Gastgeber. Die schalteten ihrerseits den Turbo ein, trafen im Minutentakt und brachten nicht nur sich, sondern auch ihr Publikum noch einmal in Stimmung. Einzig HSV-Youngster Felix Rosenblatt sammelte Pluspunkte. Er kam in Halbzeit zwei ins Spiel und steuerte sechs Tore bei.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 29.10.2018

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