35:13! HSV demontiert Lehre im Kreisduell

Warberg/Lelm verteidigt eindrucksvoll seine Tabellenführung.

Das war eine Demonstration der Stärke: Mit einem in der Höhe nicht für möglich gehaltenen 35:13 (16:8)-Heimsieg in der Süpplinger Nord-Elm-Halle gegen den VfL Lehre untermauerte der HSV Warberg/Lelm am 6. Spieltag seine derzeitige Vormachtstellung in der Handball-Landesliga. Mit 12:0 Punkten und +72 Toren führt der HSV das Klassement überlegen an.

Angesichts der Differenz von 22 Toren klingt die Bewertung des Auftritts der Lehrschen durch Trainer Kai-Olaf Reinemann fast paradox. „Ich empfand das Spiel gar nicht so schlimm“, meinte der VfL-Trainer. Er meinte damit aber bestenfalls die erste Halbzeit, in der die Gäste sich viele Chancen erspielten, ehe ihnen Christian Rügerim Weg stand. Warbergs Keeper war von den Außenpositionen gar nicht und aus der Distanz nur selten zu bezwingen. „Und weil unsere Würfe beim Torhüter verpufften, haben wir uns Tempogegenstoßtore gefangen“, erklärte Reinemann. Das Resultat ließ sich nach 30 Minuten an der Anzeigetafel ablesen: Warbergs Turbohandball führte zum 16:8-Pausenstand.

Womit die Lehrschen wohl nicht gerechnet hatten: Der HSV-Express rollte auch nach dem Seitentausch weiter. Ballverlust Lehre, Kontertor Warberg. Diese Schablone passte auf fast jeden VfL-Angriff. „Unfassbar,
was unsere Jungs im Moment leisten“, freute sich Warbergs Trainer Heinz Eickelen. Er hätte Begriffe wie unersättlich, torhungrig oder lauffreudig nutzen können–jeder traf zu. „Unsere Spieler kennen einfach
keinen Halt. Die wollen immer mehr“, erläutert Eickelen.  Warberger Trainerduo Eickelen/Niklas Wosnitza achtete an der Seitenlinie im Grunde genommen nur  noch darauf, dass jeder HSV-Spieler gleiche Anteile auf dem Parkett bekam.

Doch auch die, die von der Bank kamen, waren heiß auf Erfolge. Beispiel: Erik Gronde nahm sich in den ersten drei Angriffen drei Würfe und traf dreimal. Eickelen, Wosnitza und auch die Warberger Zuschauer
in der Nord-Elm-Halle begeisterten sich am Auftritt ihrer Jungs. „Wir haben keine technischen Fehler gemacht und jeder war immer einen Schritt schneller als der Gegner“, so Eickelen. Viel zu schnell für die Lehrschen offenbar, denn sie behalfen sich oft durch Fouls und kassierten Zeitstrafen. Für Reinemann war das nicht ausschlaggebend für die Schlappe. „Warberg hat einfach guten Handball geboten und steht zurecht
ganz oben.“ Der VfL rutschte nach der dritten Saisonniederlage indes ins graue Mittelfeld ab.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 22.10.2018

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