HSV siegt 34:19, die Aufstiegsparty ist aber vertagt

Warberg/Lelm setzt sich klar gegen Eintracht Braunschweig durch, darf aber noch nicht die Meisterschaft feiern.

Es bleibt dabei: Der HSV Warberg/Lelm verliert zu Hause nicht, und er besiegt in dieser Spielzeit in eigener Halle jeden Gegner mit mindestens zehn Treffern Differenz. So war es auch gegen Eintracht Braunschweig, das dem HSV die einzige Hinserien-Niederlage beigebracht hatte. Die Warberger revanchierten sich im zweiten Aufeinandertreffen eindrucksvoll mit einem 34:19 (18:7)-Erfolg.

Die Aufstiegsparty musste indes verlegt werden ­– und das stand schon vor der Party steht. Denn die HSG Nord Edemissen feierte zuvor einen 28:25-Sieg gegen Spanbeck und kann so weiterhin theoretisch den Titelträumen des HSV einen Strich durch die Rechnung machen. Allerdings spricht bereits jetzt das deutlich bessere Torverhältnis für den HSV – und ein einziges Pünktchen aus den letzten vier Spielen sorgt endgültig für Gewissheit.

Doch zurück zum Sportlichen in Süpplingen: Im Grunde war nach wenigen Minuten ein Haken hinter der Partie: Die Hausherren dominierten sofort und zogen schleunigst auf 7:2 davon. Die Fronten waren geklärt, ein Gleichgewicht der Kräfte gab es während der gesamten 60 Minuten nicht mehr.

Das HSV-Trainerduo Niklas Wosnitza/Heinz Eickelen durfte sich gar erlauben, den formstarken, aber angeschlagenen Erik Gronde auf der Bank zu belassen. Für den Torhunger der Warberger fand Eintracht an diesem Tag trotzdem kein Gegenmittel. Der Stil des HSV, den Ball bei jeder Gelegenheit zu beschleunigen, schmeckte den Gästen überhaupt nicht.

„Es war eine super Leistung von uns, und zwar durch die Bank“, sagte Eickelen. Vor allem die konsequente Abwehrarbeit und die starken Torhüterleistungen freuten ihn. Von dieser Seite hätte Eickelen seine Jungs in dieser Saison gerne noch häufiger gesehen.

Das einseitige Spiel setzte sich nach dem Seitenwechsel fort. Fast jeder Warberger Tempogegenstoß saß. Die Folge: Nach Felix Schmidts Treffer zum 30:12 (48.) deutete vieles darauf hin, dass die Gastgeber die 40-Tore-Marke knacken würden. Eickelen und Wosnitza entschieden sich jedoch, ihr Personal durchzuwechseln. „Die, die kalt reinkamen, haben sich ein paar technische Fehler erlaubt“, erzählte Eickelen. „Aber kein Vorwurf an die Jungs. Das passiert, wenn man von der Bank kommt.“ Und so durften die Braunschweiger in den Schlussminuten noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 08.04.2019

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