HSV erlebt seinen „Tiefpunkt“

Warberg/Lelm unterliegt HSG Oha 15:27.

Der achte Spieltag in der Handball-Verbandsliga war ein ganz bitterer für den HSV Warberg/Lelm. Bei der HSG Oha setzte es für den HSV eine 15:27 (5:11)-Niederlage. „Es ist der Tiefpunkt der Hinrunde“, sagte Trainer Heiko Böhm. Die Warberger bleiben nach der Abfuhr in Herzberg Schlusslicht.

Als „undiszipliniert“ beschrieb Böhm den Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben zum Beispiel bei Ballverlusten und im Rückzugsverhalten klare Aufgabenverteilungen, wer wo und gegen wen Gegenangriffe des Gegners unterbricht“, erzählte Böhm. Das Problem: Die HSV-Spieler hielten sich nicht daran. Die Konsequenz waren 15 Gegentreffer nach Tempogegenstößen. „Osterode war im Positionsspiel schwach, sie haben von diesen Kontertoren gelebt.“

Schwach war indes der Gesamteindruck, den die Warberger hinterließen. Mit Erik Gronde, Tim Gronde und Nils Prochnow fehlte wichtiges Stammpersonal, doch das wollte Böhm nicht als Entschuldigung gelten lassen. Die Zahlen verdeutlichen dies: Zwar traf Felix Liebing für den HSV zum 1:0 (2.), doch es blieb der einzige Führung. Nach Marvin Godes Anschlusstor zum 3:4 (12.) begann die Warberger Leidenszeit. Bis zur 26. Minute (!) gelang kein weiterer Treffer. Die HSG Oha tat sich zwar ebenfalls ziemlich schwer, enteilte aber trotzdem auf 10:3.

„Wir spielen nicht das, was wir im Training einstudieren“, monierte Böhm. „Wir treten nicht als Team auf, jeder kämpft nur für sich.“ Dass es nach dem 23:8 (46.) nicht noch schlimmer wurde für den HSV, war dem Umstand zu verdanken, dass die Hausherren in der Schlussphase dem Schongang einlegten. Böhm: „Sonst wären wir wohl kaum über zehn Tore gekommen.“

Die Niederlage wird nachwirken. Böhm fordert, dass alle Konzentration auf das Kellerduell gegen die HSG Nienburg II gerichtet wird. „Das müssen wir gewinnen.“ Zwei Wochen bleiben Zeit, sich vorzubereiten. Am kommenden Wochenende sind die Warberger spielfrei.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 11.11.2019

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