Bei aller Unruhe bleibt der HSV eiskalt

Einen Schönheitspreis gab es nicht, aber immerhin zwei Punkte für Handball-Landesligist HSV Warberg/Lelm. Das Team von Trainer Daniel Heimann setzte sich am drittletzten Spieltag mit 31:25 (18:12) bei Absteiger HSG Langelsheim/Astfeld durch. Und das, obwohl seine Mannschaft „gegen neun Mann gespielt“ habe, so der Warberger Trainer. Dessen Schelte gegen die beiden Unparteiischen, die das Verständnis für viele ihrer Entscheidungen exklusiv hatten, fiel deutlich aus.

Grundsätzlich mochte sich Heimann nach der Partie gegen „einen unorthodox spielenden Gegner“ aber lieber mit dem Auftreten seiner Mannschaft beschäftigen. Die nämlich habe sich bei aller von außen in das Spiel getragenen Unruhe in den Schlussminuten eiskalt gezeigt und legte nach Gleichstand (24:24) in den letzten acht Minuten doch noch sechs Tore zwischen sich und den Tabellenletzten.

Lange Zeit deutete nichts darauf hin, dass es ein so arbeitsreicher Nachmittag für den HSV wird. Die Mannschaft glänzte zwar nicht, hatte aber stets die Regie über das Spiel und kontrollierte Ball, Tempo und damit den Gegner. Bis zur 18:12-Pausenführung für die Warberger verlief die Partie in den erwarteten Bahnen. Allmählich stellten jedoch die Regelhüter sich und ihre Leistung in den Mittelpunkt und schafften es, sich den kompletten Zorn der Warberger zuzuziehen. Der Heimann-Sieben entglitt minutenlang das Geschehen, was Langelsheim zur erfolgreichen Aufholjagd nutzt. Beim 21:20 (42.) führten die Hausherren sogar.

Nur gut, dass Max Gutzeit im Tor und Pascal Kreickenbom auf der Rechtsaußenpositionen Sahnetage erwischten. Gutzeits Paraden und Kreickenboms Abgeklärtheit im Abschluss halfen dem HSV in der Schlussphase wieder in die Spur.

Unter dem Strich stand Hei manns Fazit, das weniger Zufriedenheit, dafür mehr Genugtuung ausdrückte: „Langelsheim war ein griffiger, unangenehmer Gegner. Aber wir haben uns durchgebissen und sind nun unserem Ziel, Platz 5 zu erreichen, ein großes Stück näher gekommen.“

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