24:31! Warbergs Körpersprache fehlt

HSV unterliegt auch im zweiten Saisonspiel.

Noch fremdelt Handball-Verbandsligist HSV Warberg/Lelm in seinem neuen sportlichen Umfeld. Auch im zweiten Saisonspiel verließ der Aufsteiger das Parkett als Verlierer, bei Mitaufsteiger SV Alfeld setzte es eine 24:31 (12:15)-Niederlage. Ungewohnt ist für die in der vergangenen Saison vom Erfolg verwöhnten Warberger der Blick auf die Tabelle: Sie sind mit 0:4 Punkten Tabellenletzter.

HSV-Co-Trainer Heiko Böhm fand nach der Abfuhr in Alfeld klare Worte: „Wir haben uns zu viele leichte Fehler erlaubt. Fehler haben wir auch schon in der Landesliga gemacht, aber dort waren die Gegner oft zu schwach, um uns dafür zu bestrafen. Das ist in der Verbandsliga ganz anders.“

Sieben Tore Differenz hätten es für die Warberger am Ende nicht sein müssen. Alfeld brannte wahrlich kein handballerisches Feuerwerk ab, die Gastgeber wirkten in vielen Szenen aber schlicht cleverer und wacher als die junge Warberger Mannschaft. Abprallende Bälle beispielsweise landeten grundsätzlich in Alfelder Händen. Und dann waren da noch die Warberger Schwächen, den Bereich um den eigenen Sechsmeterraum zu verteidigen. Immer wieder gelang es den Alfeldern, den Ball in diese torgefährliche Zone zu spielen. Das Übergeben und Übernehmen von gegnerischem Rückraumspieler und Kreisläufer klappte beim HSV fast nie. „Und das, obwohl wir klare Absprachen getroffen hatten“, sagte Böhm. „Aber es hat sich keiner daran gehalten.“

Die Körpersprache der HSV-Spieler ließ früh wenig Gutes erwarten. Einfache Ballverluste nahmen sie fast klaglos hin, gegenseitiges Anfeuern war nur kurz nach dem Seitenwechsel hör- und sichtbar, als die Warberger ihren 12:15-Pausenrückstand zum 16:16 ausglichen. Es blieb ein Strohfeuer. Die agileren und auf Fehler lauernden Hausherren diktierten das Geschehen schnell wieder und hatten sich nach Christoffer Hartwigs Doppelschlag binnen 20 Sekunden vorentscheidend auf 26:21 (52.) abgesetzt. Eine Reaktion der Warberger blieb in der folgenden Spielzeit aus.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 16.09.2019

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