Ungemach droht auf Warbergs Reiseroute

Der Spitzenreiter HSV Warberg/Lelm ist in der Fremde gefordert – und gewarnt.

Die Bilanz liest sich prächtig: 11 Spiele, 10 Siege, nur eine Niederlage, Platz 1. Und dennoch darf der jüngste Auftritt des HSV Warberg/Lelm im Derby der Handball-Landesliga bei der HG Elm trotz des 22:21-Siegs als erneuter Weckruf betrachtet werden. Denn erneut wurde klar: Der HSV in Auswärtsspielen ist mit dem in Heimspielen nicht vergleichbar.

Und so droht an diesem Samstag erneut Ungemach, denn die Warberger gehen wieder auf Reisen. Sie treten um 18.30 Uhr bei der spiel- und heimstarken HSG Nord Edemissen an. Ihre Spitzenposition werden die Warberger unabhängig vom Ausgang des zwölften Saisonspiels nicht einbüßen, doch die lauernde Konkurrenz aus Spanbeck und Moringen wird Edemissen gewiss die Daumen drücken.

„Uns fehlt in vielen engen Situationen eine ordnende Hand“, hatte HSV-Trainer Heinz Eickelen nach dem Sekunden vor dem Abpfiff sichergestellten Derbysieg in Schöningen festgestellt. Er meint damit einen erfahrenen Spieler, der Aktionen ordnet, der das Tempo bestimmt, der den Blick für die Nebenleute nicht verliert. Einen Typus also, den sich die Warberger nicht backen können. Und so werden sie auch in Edemissen wieder mit jenem Personal auskommen müssen, das da ist. Dieses Personal gehört wahrlich zum gehobenen Landesliga-Niveau.

„Das Torverhältnis haben wir, jetzt zählen nur noch Siege“, sagt Eickelen, der, sofern am Samstag der fünfte Auswärtssieg der Saison gelingt, davon ausgeht, „dass wir Weihnachten dann mit nur zwei Minuspunkten auf dem Konto feiern“. Seinen Jahresabschluss bestreitet der HSV am 15. Dezember in eigener Halle gegen den Northeimer HC II. Fehlen werden dem HSV in Edemissen weiter Pascal Kreickenbom (Finger gebrochen) und Nils Prochnow (Muskelfaserriss).

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 06.12.2018

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