Die Antwort kommt nach der Pause: HSV gewinnt 31:26 bei der SG Börde

Nach einer schwierigen ersten Halbzeit findet unsere Mannschaft defensiv deutlich besser ins Spiel. Beim Verbandsligisten SG Börde wird aus einem Testspiel vor allem eines: eine Standortbestimmung für die Abwehr und für drei A-Jugendliche der erste Schritt in den Männerhandball.

Testspiele erzählen in der Vorbereitung selten nur etwas über das Ergebnis. Interessanter ist meist, was eine Mannschaft aus den Momenten macht, in denen noch nicht alles funktioniert. Genau darin lag für unsere I. Herren am Nachmittag in Dingelbe der Wert der Partie gegen die SG Börde.

Hinter unserer Mannschaft lag zu diesem Zeitpunkt bereits ein intensiver Tag. Am Vormittag stand eine laufintensive Trainingseinheit auf dem Programm, anschließend ging es nach einem gemeinsamen Essen im Carpe Diem Räbke weiter zum Testspiel. Der Gegner brachte dabei durchaus Qualität und Erfahrung mit: Die SG Börde spielt derzeit in der Verbandsliga und gehörte in der vergangenen Saison noch der Oberliga an.

Entsprechend wenig ging es darum, Ende August bereits fertigen Handball zu zeigen. Im Mittelpunkt stand vielmehr ein Bereich, an dem wir in der Vorbereitung gezielt arbeiten: die Abwehr.

Zu wenig Zugriff vor der Pause

Gerade dort offenbarte die erste Halbzeit noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Die SG Börde fand immer wieder Lösungen gegen unsere Defensive, während wir es nicht zuverlässig schafften, die gegnerischen Angriffe früh genug unter Druck zu setzen.

Trainer Heiko Böhm brachte die Schwäche anschließend klar auf den Punkt: „Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig Zugriff auf den Angriff des Gegners bekommen.“

Entscheidend war deshalb weniger, dass diese Probleme auftraten, sondern wie die Mannschaft damit umging. In der Halbzeit wurden die Schwachstellen benannt und Anpassungen vorgenommen. Danach veränderte sich die Partie deutlich.

Drei Gegentore bis zur 50. Minute

Unsere Abwehr agierte nun konsequenter, die Abstimmung funktionierte besser und der Gegner bekam deutlich weniger Räume. Die Zahlen machten den Unterschied sichtbar: Bis zur 50. Minute gelangen der SG Börde in der zweiten Hälfte lediglich drei Treffer.

Es war genau jene Reaktion, die Trainer Böhm nach der Partie besonders hervorhob. Aus einer ersten Halbzeit mit zu wenig defensivem Zugriff entwickelte sich ein Spiel, in dem unsere Mannschaft die vorgenommenen Veränderungen auf dem Feld sichtbar umsetzte.

Am Ende stand ein 31:26-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel. Für die Vorbereitung ist das Ergebnis erfreulich – wichtiger dürfte jedoch sein, dass die Mannschaft innerhalb eines Spiels Lösungen gefunden und umgesetzt hat.

Drei A-Jugendliche sammeln erste Minuten bei den Herren

Noch einen zweiten Aspekt hatte die Partie für uns. Drei Spieler unserer A-Jugend waren nicht nur beim Testspiel dabei, sondern hatten bereits am Vormittag die Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert.

In der Schlussphase bekamen alle drei ihre ersten Einsatzminuten im Männerhandball. Hier gelang Youngster Noah sogar unmittelbar sein erster Treffer.

Der nächste Schritt bleibt die Abwehr

Der Sieg in Dingelbe liefert deshalb keine fertigen Antworten, aber einige brauchbare Erkenntnisse. Die erste Halbzeit zeigte, woran weiter gearbeitet werden muss. Die zweite zeigte zugleich, welche Wirkung Veränderungen haben können, wenn sie konsequent umgesetzt werden.

Genau dort setzt die weitere Vorbereitung an. In den kommenden Trainingseinheiten bleibt die stabile und konsequente Abwehrarbeit ein Schwerpunkt.

Die nächste Gelegenheit, die nächsten Schritte unter Wettkampfbedingungen zu überprüfen, folgt bereits am Samstag: Dann steht für uns das nächste Testspiel gegen Schaumburg II an.

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