Vorbericht: Krisenduell vor den Toren Hannovers

Für unsere 1. Herren führt die Reise am kommenden Sonntag vor die Tore der Landeshauptstadt zum TuS Altwarmbüchen. Anwurf ist um 16:30 Uhr in der Sporthalle Helleweg in Isernhagen (OT Altwarmbüchen) – und die Partie steht unter besonderen Vorzeichen.

Vom Spitzenspiel zum Mittelfeldduell

Noch vor dem Jahreswechsel schickten sich beide Teams an, im Titelrennen der Oberliga Süd eine gewichtige Rolle zu spielen. Sechs Wochen später ist die Lage eine andere. Sowohl Altwarmbüchen als auch Warberg/Lelm haben die vergangenen drei Begegnungen in Serie verloren. Statt Aufbruchsstimmung herrscht Ernüchterung, statt Spitzenspiel nun ein Duell zweier Sorgenkinder im Tabellenmittelfeld.

Auf dem Papier sprechen dennoch einige Argumente für die Gastgeber. Das Team von Trainer Robin Kothe – als Spieler einst Deutscher Meister mit dem TBV Lemgo – weist trotz der jüngsten Rückschläge noch immer die beste Tordifferenz der Liga (+51) auf. Zudem zehrt Altwarmbüchen vom klaren 39:28-Hinspielerfolg in der Nord-Elm-Halle. Auch in der vergangenen Saison gingen beide Duelle an den TuS. Aus HSV-Sicht ist es also an der Zeit, diesen Trend zu durchbrechen.

Die Qualität im Kader der Gastgeber ist unbestritten. Insbesondere Rückraumrechts Torben Kollorsz gilt es unter Kontrolle zu bringen. Zudem sorgen die schnellen und abschlusssicheren Außen Moritz Paternoga und Lars Hoffmann regelmäßig für einfache Treffer aus der ersten und zweiten Welle. In einer Liga, in der es nahezu keinen Spieltag ohne Überraschung gibt, könnte eine konzentrierte und disziplinierte Leistung des HSV jedoch durchaus für einen Paukenschlag sorgen.

Personalsituation HSV

Die personelle Lage bleibt angespannt. Neben Langzeitverletztem Erik Gronde fehlt weiterhin Torhüter Baldur Lampe. Für ihn rückt Torben Wiesenberg aus der II. Herren in den Kader und bildet gemeinsam mit Routinier Christian Rüger das Torhütergespann. Darüber hinaus stehen Youngster Pelle Peppel sowie Moritz Drebenstedt nicht zur Verfügung.

Eine positive Nachricht gibt es hingegen am Kreis: Luis Wawryk ist wiedergenesen und kehrt in den Kader zurück. Seine Präsenz im Innenblock und im Umschaltspiel könnte ein wichtiger Faktor werden.

Klare Zielsetzung

Trainer Andreas Simon formuliert die Marschroute unmissverständlich: „Ein Sieg muss her, egal wie.“ Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass es dafür einer deutlichen Leistungssteigerung bedarf.

„Wir müssen uns wieder auf unsere Stärken besinnen – insbesondere auf das schnelle Umschaltspiel. Und wenn das nicht klappt, aus schnellem Positionsspiel heraus Lücken erkennen und hineinstoßen. In die Tiefe gehen – und nicht noch einen und noch einen Parallelpass spielen“, fordert Simon.

Es geht darum, wieder mit Entschlossenheit aufzutreten, klare Entscheidungen zu treffen und das eigene Spiel aktiv zu gestalten. Nur wenn es gelingt, Tempo, Konsequenz und Durchschlagskraft zurück auf die Platte zu bringen, kann der HSV den Negativlauf stoppen.

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