Vorbericht: Konzentration gefragt bei der TG Münden

Für unsere 1. Herren steht am Samstagabend die nächste Auswärtsaufgabe in der Oberliga Süd an. Um 19:00 Uhr gastieren wir in der Gymnasium-Sporthalle in Hann. Münden bei der TG Münden – auf dem Papier eine klare Angelegenheit, in der Praxis jedoch eine Aufgabe mit nicht zu unterschätzenden Tücken.

Der Gastgeber aus der Drei-Flüsse-Stadt durchlebt in dieser Saison eine sportlich schwierige Phase. Mit lediglich drei Punkten aus bislang 15 Partien ist die Turngemeinde abgeschlagenes Schlusslicht der Tabelle. Den einzigen Sieg konnte Münden gegen den direkten Tabellennachbarn SG Börde Handball einfahren. Dennoch greift es zu kurz, die Mannschaft allein auf ihre Platzierung zu reduzieren. Immer wieder zeigte das Team, dass es an guten Tagen auch mit deutlich höher eingeschätzten Gegnern mithalten kann. Ein Ausrufezeichen setzte Münden Ende November, als man im Derby gegen Duderstadt ein Remis erkämpfte. Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Gastgeber ist Spielmacher und Toptorschütze Justin Brand auf der Rückraum-Mitte, über den das Offensivspiel maßgeblich gesteuert wird.

Beim HSV bleibt die Personalsituation angespannt. Langzeitverletzter Erik Gronde steht weiterhin nicht zur Verfügung, zudem ist der Einsatz von Luis Wawryk noch fraglich. Unabhängig davon ist die Marschroute klar: Nach der unglücklichen Niederlage beim „Nordlicht“ Rotenburg soll schnell wieder gepunktet werden. Trainer Andreas Simon wünscht sich dabei eine deutlich souveränere Gestaltung als zuletzt – und vor allem keinen Nervenkitzel bis in die Schlussminuten.

Dass diese Partie trotz klarer Vorzeichen kein Selbstläufer ist, zeigte bereits das Hinspiel eindrucksvoll. Damals geriet der HSV gegen den Tabellenletzten zwischenzeitlich mit vier Toren in Rückstand, übernahm erst in der 43. Minute erstmals die Führung und konnte den 28:25-Erfolg erst im Schlussspurt endgültig absichern. „Mein Team ist absolut gewarnt und wird Münden ganz sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen“, stellt Simon klar. Gerade die klare Favoritenrolle könne schnell zur Bürde werden, wenn es nicht gelingt, von Beginn an mit der nötigen Konsequenz, Disziplin und Intensität aufzutreten.

Entsprechend wird es darauf ankommen, früh Struktur ins eigene Spiel zu bekommen, Ballverluste zu minimieren und den Gastgeber nicht über einfache Aktionen oder emotionale Momente ins Spiel kommen zu lassen. Gelingt es dem HSV, seine Qualitäten konsequent auszuspielen und die Lehren aus dem Hinspiel umzusetzen, stehen die Chancen gut, dass die Punkte diesmal ohne Umwege den Weg von Süd- nach Ostniedersachsen finden.

Anwurf ist am Samstag um 19:00 Uhr in der Gymnasium-Sporthalle in Hann. Münden.

Share Button
Consent Management Platform von Real Cookie Banner