Unsere 1. Herren hat im richtungsweisenden Auswärtsspiel beim TuS Altwarmbüchen Moral bewiesen und sich mit einem 35:32 (16:18)-Erfolg eindrucksvoll aus der Negativserie befreit. Nach drei Niederlagen in Folge gelang in Isernhagen der ersehnte Befreiungsschlag – trotz eines klassischen Fehlstarts.
3:8 nach zehn Minuten – HSV wirkt verunsichert
Die Partie begann aus HSV-Sicht denkbar ungünstig. Nach nicht einmal zehn gespielten Minuten lagen die Gastgeber bereits mit 8:3 in Front (10.). Altwarmbüchen nutzte unsere Unsicherheiten konsequent aus, während wir im Angriff reihenweise beste Gelegenheiten liegen ließen. Fehlwürfe und überhastete Abschlüsse weckten Erinnerungen an die Enttäuschungen der vergangenen Wochen.
Erst nach der frühen Auszeit fanden wir allmählich Zugriff. Angetrieben von Frädermann und Müller kämpften wir uns Tor um Tor heran und verkürzten in der 17. Minute auf 9:11. Die Begegnung war wieder offen, auch wenn Altwarmbüchen seinen knappen Vorsprung bis zur Pause verteidigen konnte (18:16).
Furioser Start in Halbzeit zwei
Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gehörte dann klar dem HSV. Mit einem 4:0-Lauf binnen weniger Minuten drehten wir das Spiel vollständig. Treffer von Frädermann, Müller und Rutsch sorgten für die erste Führung seit der Anfangsphase – 20:18 aus HSV-Sicht (33.). Plötzlich war die Partie gekippt.
Doch Altwarmbüchen steckte nicht auf. Bis zur 40. Minute gelang den Gastgebern dreimal der Ausgleich, die Begegnung blieb hochintensiv und temporeich. In dieser Phase bewahrten wir jedoch die nötige Ruhe. Mit dem verwandelten Siebenmeter von Jannis Frädermann zum 24:23 (42.) übernahmen wir erneut die Führung – diesmal mit nachhaltiger Wirkung.
Nervenstark in der Crunchtime
In der Schlussphase entwickelte sich eine hektische, offene Partie. Altwarmbüchen setzte alles auf eine Karte, doch wir behielten die Kontrolle. Entscheidenden Anteil hatten drei ganz wichtige Paraden von Christian Rüger in der Crunchtime, die mögliche Anschlusstreffer verhinderten und unserem Angriff die Gelegenheit gaben, den Vorsprung auszubauen.
Über 31:28 (53.) und 33:29 (55.) hielten wir den Gastgeber auf Distanz. Spätestens mit dem 34:31 in der 59. Minute war die Entscheidung gefallen. Am Ende stand ein verdienter 35:32-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel.
Geschlossene Mannschaftsleistung mit klaren Akzenten
Trainer Andreas Simon zeigte sich nach Abpfiff sichtlich erleichtert:
„Das war heute insbesondere in der Anfangsphase keine einfache Kost. Aber wir haben den Bock umgestoßen und nach drei Niederlagen in Folge einen ganz wichtigen Sieg eingefahren. Ein Lob an meine Mannschaft für ihre kämpferische Einstellung.“
Aus dem im Verlauf immer stabiler agierenden Team ragten zwei Akteure besonders heraus: Rechtsaußen Jannis Frädermann avancierte mit 12 Treffern – darunter drei sicher verwandelte Siebenmeter – zum Topscorer. Auf der gegenüberliegenden Seite steuerte Morten Müller starke sieben Tore bei. Spielentscheidend waren zudem die Paraden von Rüger in den letzten Minuten, als Altwarmbüchen noch einmal alles versuchte.
Blick nach vorn
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits am Donnerstag steht das Nachholspiel gegen den Tabellenfünften HV Barsinghausen an. Anwurf ist um 20:00 Uhr in der Nord-Elm-Halle Süpplingen.
Mit dem Erfolg in Altwarmbüchen hat der HSV ein wichtiges Zeichen gesetzt. Nun gilt es, nachzulegen und die neu gewonnene Stabilität zu bestätigen.


