Ungewöhnliche Anwurfzeit, anspruchsvolle Aufgabe: HSV gastiert in Groß Lafferde

Nach dem gelungenen Saisonauftakt gegen die HSG Plesse-Hardenberg steht für unsere 1. Herren am kommenden Samstag die erste Auswärtsaufgabe der neuen Spielzeit an. Um 14:30 Uhr sind wir beim MTV Groß Lafferde zu einer für den Handball eher ungewohnten Anwurfzeit gefordert. Es erwartet uns zudem ein Gegner, der vor heimischem Publikum nur äußerst schwer zu bezwingen ist.

Der HSV reist mit Rückenwind an. Beim 33:26-Heimsieg gegen Plesse überzeugte die Mannschaft insbesondere nach dem Seitenwechsel. Eine intensive Abwehrarbeit, Ruhe in schwierigen Phasen und ein vorentscheidender 7:0-Lauf sorgten dafür, dass wir die Partie letztlich deutlich für uns entscheiden konnten. Genau an diese Stabilität soll nun auch auswärts angeknüpft werden.

Groß Lafferde erwischte dagegen keinen optimalen Start in die Saison. Zum Auftakt setzte es gegen Vinnhorst eine 18:27-Niederlage. Entsprechend groß dürfte beim Gastgeber der Wille sein, im ersten Heimspiel eine Reaktion zu zeigen und die ersten Punkte einzufahren.

Zusätzliche Brisanz erhält die Partie durch die vielen persönlichen Verbindungen zwischen beiden Mannschaften. Auch der Lafferder Trainer spricht deshalb von einer Begegnung mit Derbycharakter. Viele Spieler kennen sich untereinander, zudem trafen beide Teams bereits in der vergangenen Vorbereitung mehrfach aufeinander. Damals gab es enge Duelle mit jeweils ähnlichem Ausgang für beide Seiten.

Entsprechend schwer ist die Partie einzuschätzen. Beide Mannschaften wissen ziemlich genau, was sie voneinander erwarten können, Überraschungsmomente werden eher über Details entstehen als über grundsätzlich unbekannte Spielweisen. Groß Lafferde sieht sich nach dem schwächeren Saisonstart zudem früh unter Zugzwang und wird alles daran setzen, die Punkte in eigener Halle zu behalten.

Für HSV-Trainer Heiko Böhm ist klar, dass die Aufgabe deutlich schwieriger wird, als es der erste Spieltag vermuten lässt. „Lafferde hat das letzte Mal vor zwei Jahren ein Heimspiel verloren. Dementsprechend erwarte ich einen selbstbewussten Gegner, der uns ordentlich fordern wird.“

Der Fokus soll deshalb erneut auf dem eigenen Spiel liegen. „Wichtig ist, dass wir auf uns schauen und auch in schwierigen Situationen die Ruhe behalten. Das hat gegen Plesse hervorragend funktioniert“, so Heiko.

Gerade in einer vermutlich engen und körperlich geführten Begegnung dürfte entscheidend sein, wer schneller seinen Rhythmus findet und in den kritischen Phasen die besseren Entscheidungen trifft. Der HSV will dabei an die Geduld aus dem Auftaktspiel anknüpfen, defensiv erneut kompakt arbeiten und sich aus Ballgewinnen immer wieder einfache Tore erarbeiten.

Die ungewöhnliche Anwurfzeit ändert an der Zielsetzung nichts: Nach dem erfolgreichen Heimauftakt sollen nun auch auswärts die nächsten beiden Punkte folgen.

Anwurf ist am Samstag um 14:30 Uhr in Groß Lafferde.

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