Warberg/Lelm weckt Duderstadt aus Titelträumen

Mit einer leidenschaftlichen Vorstellung hat die 1. Herren des HSV Warberg/Lelm im vorletzten Heimspiel der Saison ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den Tabellenzweiten TV Jahn Duderstadt feierte der HSV einen verdienten 27:25 (15:10)-Heimsieg und fügte den Gästen im Titelrennen einen empfindlichen Rückschlag zu.

Starke Abwehr legt den Grundstein

Von Beginn an entwickelte sich die erwartet intensive und hochklassige Partie – allerdings mit klaren Vorteilen für den HSV in der ersten Halbzeit. Mit einer aggressiven und gut abgestimmten 5:1-Abwehr setzte Warberg/Lelm die Gäste früh unter Druck und zwang sie immer wieder zu Fehlern.

Die Folge: Bereits nach zehn Minuten lag der HSV mit 7:3 in Front. Auch im weiteren Verlauf blieb die Defensive der entscheidende Faktor. Über 9:4 (20. Minute) bauten die Gastgeber ihren Vorsprung kontinuierlich aus und gingen schließlich mit einer scheinbar komfortablen 15:10-Führung in die Halbzeitpause.

Duderstadt dreht die Partie kurzzeitig

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst. Der HSV leistete sich im Angriff mehrere Unsauberkeiten, die Duderstadt konsequent zu schnellen Gegenstößen nutzte. Tor um Tor kämpften sich die Gäste heran und übernahmen in der 38. Minute beim Stand von 17:16 erstmals die Führung.

Für einen Moment schien die Partie zu kippen. Doch Warberg/Lelm zeigte die richtige Reaktion. Bereits vier Minuten später lag der HSV wieder vorne – es sollte die einzige Führung der Eichsfelder im gesamten Spiel bleiben.

Entscheidung in der Schlussphase

In der Folge entwickelte sich ein echter Krimi. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, und beim 22:22 in der 53. Minute war weiterhin alles offen.

Die entscheidenden Minuten gehörten dann jedoch dem HSV. Angetrieben von einem lautstarken Publikum in der Nord-Elm-Halle behielten die Gastgeber die Nerven und setzten sich in der Schlussphase leicht ab. Den Schlusspunkt setzte Tim Matschulla, der in der 60. Minute zum umjubelten 27:25-Endstand traf.

Rüger überragend – Defensive als Schlüssel

Überragender Mann auf Seiten des HSV war einmal mehr Torhüter Christian Rüger. Mit 19 Paraden und einer herausragenden Quote von 43 Prozent gehaltener Bälle avancierte der Routinier zum entscheidenden Faktor.

Doch auch die Defensive insgesamt überzeugte. Immer wieder zwang sie Duderstadt zu schwierigen Würfen oder riskanten Anspielen. Besonders hervor tat sich dabei Tim Matschulla, der mit vier Steals wichtige Ballgewinne verbuchte.

Trainer Andreas Simon zeigte sich entsprechend zufrieden:
„Unser Matchplan ist aufgegangen. Aus einer starken Abwehr heraus sind wir ins Rollen gekommen und haben uns bis zur Halbzeitpause den für das Endergebnis letztlich wichtigen Vorsprung erarbeitet.“

Einziger Kritikpunkt blieb die Chancenverwertung im Angriff:
„Mit den vielen Fehlwürfen bin ich nicht ganz zufrieden“, so Simon, der jedoch zugleich die Leistung des gegnerischen Torhüters Mick Crazius hervorhob, der ebenfalls einen starken Tag erwischte.

Wichtiger Sieg mit Signalwirkung

Mit dem Erfolg gegen den Tabellenzweiten setzt der HSV ein klares Zeichen im Saisonendspurt und unterstreicht seine starke Form vor heimischem Publikum. Gleichzeitig hat Warberg/Lelm die Titelträume der Duderstädter deutlich gedämpft und sich selbst weiter in der Spitzengruppe festgesetzt.

Aufstellung HSV Warberg/Lelm

Rüger (1), Lampe; Rutsch (8), Jonas Gronde (5), Maybaum, Kuhl, Wiegner, Feig, Matschulla (3), Wawryk (1), Frädermann (3/2), Peppel (3), Müller (3)

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