Revanche geglückt: Die 1. Herren des HSV Warberg/Lelm haben ihr Heimspiel in der Oberliga Niedersachsen Süd gegen die HSG Plesse-Hardenberg mit 36:32 (16:16) gewonnen und damit die Hinspielniederlage wettgemacht. In einer über weite Strecken ausgeglichenen und intensiven Begegnung setzte sich der HSV erst in der Schlussphase entscheidend ab.
Offener Schlagabtausch vor der Pause
Die Partie begann zunächst nach Maß für die Gastgeber. Mit konsequentem Tempospiel und einer stabilen Defensive erarbeitete sich der HSV eine frühe 5:3-Führung (9. Minute). Doch die Gäste aus Bovenden fanden zunehmend besser in die Partie und drehten den Spielstand nach rund einer Viertelstunde auf 7:5 zu ihren Gunsten.
In der Folge entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams agierten mit hohem Tempo und wechselnden Führungen, ohne sich entscheidend absetzen zu können. Folgerichtig ging es mit einem leistungsgerechten 16:16-Unentschieden in die Halbzeitpause.
Gäste drehen zunächst auf
Nach dem Seitenwechsel übernahm zunächst die HSG Plesse-Hardenberg die Initiative. Die Gäste stellten ihr Angriffsspiel um und fanden immer wieder Lösungen gegen die Warberger Defensive. In der 39. Minute lag Plesse folgerichtig mit 20:23 in Front.
Der HSV schien kurzzeitig zu wackeln, zeigte jedoch die richtige Reaktion. Mit großem Kampfgeist und gesteigerter Intensität kämpfte sich das Team zurück ins Spiel. Ein Zwischenspurt brachte schließlich die erneute Führung: Rückraumrechts Keno Rutsch traf in der 45. Minute zum 27:26 – erstmals lag der HSV in der zweiten Halbzeit wieder vorn.
Entscheidung in der Crunchtime
Auch danach blieb die Begegnung lange offen. Beim 31:30 in der 52. Minute war weiterhin alles möglich. Doch in der entscheidenden Phase zeigte der HSV die größere Nervenstärke.
Während die Offensive weiter konsequent abschloss, rückte nun auch Torhüter Joel Schimansky in den Fokus. Das Nachwuchstalent glänzte mit mehreren wichtigen Paraden und gab der Defensive zusätzliche Stabilität. In den letzten Minuten setzte sich der HSV schließlich entscheidend ab und brachte den verdienten 36:32-Heimsieg sicher ins Ziel.
Mit dem Erfolg tauschte Warberg/Lelm zugleich den Tabellenplatz mit den Gästen und verschaffte sich eine noch bessere Ausgangsposition im Saisonendspurt.
Rutsch erneut überragend
Trainer Andreas Simon zeigte sich nach Abpfiff erleichtert:
„Das war ein hartes Stück Arbeit.“
Tatsächlich musste sich sein Team den Erfolg gegen einen starken Gegner erst spät erarbeiten. Besonders erfreulich aus Sicht des Trainers war dabei die geschlossene Mannschaftsleistung – zumal der HSV erneut auf Spielmacher Jonas Gronde verzichten musste.
„Die Mannschaft hat das Fehlen von Regisseur Jonas Gronde über ihre kämpferische Einstellung toll kompensiert und sich nie aus der Ruhe bringen lassen“, so Simon, der seine Spieler anschließend mit einem trainingsfreien Montag belohnte.
Überragender Akteur auf dem Feld war einmal mehr Rückraumrechts Keno Rutsch, der mit elf Treffern als klarer Topscorer herausragte. Auch Jannis Frädermann (8 Tore, davon 3 Siebenmeter) sowie mehrere wichtige Paraden von Joel Schimansky in der Schlussphase trugen entscheidend zum Erfolg bei.
Aufstellung HSV Warberg/Lelm
Rüger, Schimansky; Rutsch (11), Maybaum, Kuhl (4), Wiegner (3), Feig, Matschulla (4), Wawryk (1), Frädermann (8/3), Müller (3), Meurer (2)


